WIN! Das Fachmagazin für Gewinner  
   
 

Hunderttausendmal Harry

Nicht nur die Gewinnspiele werden von Harry Wijnvoord unter die Lupe genommen, auch die Produktion des Magazins wird von ihm höchstpersönlich geprüft.



Auf dem Juli-Titel des WIN! Magazins lächelte uns Harry Wijnvoord entgegen. Der sympathische und technikbegeisterte Holländer besuchte daraufhin die Druckerei, um sein Titelblatt druckfrisch in den Händen zu halten, und bekam dazu gleich eine Führung durch die Produktionsstätte.
Die verrückte Fan-Aktion im Internet auf vote4harry.de brachte dem beliebten Entertainer ein Covershooting für die WIN! Ausgabe des letzten Monats. Doch das Titelblatt im Kiosk zu sehen war für Harry Wijnvoord wenig reizvoll. Er wollte den gesamten Prozess, vom weißen Papier bis zum bunten Titelblatt, kennenlernen und bat WIN! um einen Termin in der Druckerei. Dort freute man sich über das Interesse und organisierte eine spannende Führung à la „Sendung mit der Maus“ oder „Galileo“ zum Drucktermin des Magazins.
Die Druckerei apm alpha print medien AG ist eine leistungsfähige mittelständische Druckerei, die den Ansprüchen des WIN! Magazins in Qualität und Quantität gerecht wird. Das Unternehmen blickt auf eine lange Geschichte zurück. Im Jahr 1899 wurde die Druckerei Schmidt & Kobisch in Frankfurt am Main von den hessischen Sozialdemokraten zur Union-Druckerei und Verlagsanstalt GmbH umfirmiert, um dort das Blatt „Volksstimme“ unabhängig produzieren zu können. 1933 wurde das Grundstück von der Gestapo beschlagnahmt und im Zweiten Weltkrieg zerstört. Nach dem Krieg kauften die hessische SPD und die Gewerkschaften das Grundstück zurück und führten die Druckerei in Eigenregie weiter.



2003 fusionierte die Union-Druckerei mit der Heidelberger VOD zur apm AG, die heute mit über 180 Mitarbeitern rund 2.500 Projekte im Jahr zählt. Harry Wijnvoord war sichtlich erstaunt, als er den Papierbedarf für die WIN! Ausgabe im Juli mit einer Auflage von 130.000 Exemplaren vor sich stehen sah: knapp 50 Tonnen Papier (das Gewicht von 600 ausgewachsenen Männern oder einer Boeing 737).
„Für das WIN! Magazin muss die Druckerei zwei unterschiedliche Druckverfahren anwenden“, erklärt Vorstand Klaus Kürras. „Für die Gewinnkarten wird stärkeres und hochwertigeres Papier verwendet als für die Heftseiten. Außerdem werden die Karten auf Papierbögen gedruckt.“
Auf einen Bogen passen vier Seiten, also zwölf Gewinnkarten. Für die Juli- Ausgabe wurden unfassbare 176.800 Bogen Papier verbraucht.
Für die Heftinnenseiten wird 80-Gramm-Papier (zum Vergleich: Zeitungspapier ist 45 Gramm schwer) verwendet. Dieses Papier ist auf Rollen gewickelt und wird in einer anderen Maschine fließend und an einem Stück bedruckt. Für eine WIN! Auflage von 130.000 Exemplaren werden 458 Kilometer Papier verteilt auf 27 Rollen bedruckt. Damit könnte man die A9 von Berlin nach Nürnberg auslegen.
Trotz der riesigen Mengen ist der gesamte Druck in zwei Tagen zu bewältigen, damit WIN! zeitnah bei den Lesern ankommt.
Der Arbeitsprozess von der unberührten Papierrolle bis zum fertigen Magazin ist seit Johannes Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks um ein Vielfaches komplizierter, aber dafür auch schneller geworden: Alle Texte, Bilder und Anzeigen werden nach mehreren Korrekturgängen in digitaler Version zur Druckerei gesendet. Diese wandelt die Dateien in eine hoch aufgelöste Form für den Druck um. Nun können Redaktion und Druckerei zum letzten Mal nach Fehlern schauen. Für große Veränderungen ist jetzt aber keine Zeit mehr. In diesem Stadium dürfen nur noch verrutschte Bilder oder falsche Farben korrigiert werden. Die Redaktion erteilt daraufhin eine Freigabe, und die Druckerei beginnt mit der Plattenbelichtung. Die weißen Papierrollen werden nun eingespannt. In einer hausgroßen Maschine laufen die Papierrollen von unten nach oben, rechts und links, schlagen Loopings und kreuzen sich. Hier wird zuerst Schwarz, dann Blau, dann Rot und zum Schluss Gelb gedruckt. Diese Wunder-Maschine druckt, trocknet, kühlt und schneidet nacheinander.
Die bunten Falzbogen werden auf dem Fließband abtransportiert. Die geschulten Augen der Mitarbeiter sehen hier sofort, wenn sich ein Fehler einschleicht. Bei Harrys Besuch gelangte zum Beispiel eine Papierfaser auf eine Walze und verursachte einen störenden Streifen. Die Papierfaser wurde entfernt und weiter ging’s!



Bei den Unmengen von Papier kommt Herrn Wijnvoord gleich der Umweltschutz in den Sinn, doch Thomas Hahn, der Vertriebsleiter, beruhigt: „Das Druckgewerbe hatte in der Vergangenheit aus ökologischer Sicht nicht den besten Ruf, doch das hat sich grundlegend verändert! Die apm AG zeigt, wie man durch den Einsatz von modernsten Druckmaschinen und fast lösungsmittelfreien Farben auch in dieser Branche von Umweltschutz sprechen kann!“
Große Maschinen produzieren üblicherweise überschüssige Wärme, die meist ungenutzt verloren geht. Die apm AG beheizt stattdessen mit der Restwärme die Arbeitshalle sowie die angrenzende Schule.
Das Papier stammt ausnahmslos aus nachhaltiger Holzwirtschaft und schonend bewirtschafteten Wäldern. Fichten- und Kiefernholz eignen sich aufgrund der langen Fasern, außerdem wachsen diese Bäume schnell wieder nach.
Die während der Produktion entstandenen Abfälle werden alle penibel getrennt und in den Recyclingkreislauf integriert.
Nach dem Rundgang durch die Druckerei konnte Harry Wijnvoord sich vielleicht nicht mehr an alle technischen Daten und Zahlen erinnern, doch eines weiß er ganz genau: Sein Titelbild kann hier guten Gewissens gedruckt werden!

WIN Magazin Januar 2012

Aktuelle Ausgabe

Gewinnchancen im Wert von 1.863.060,00 €
- Kobe-Rind
- Autowäsche extrem
- Reise nach Thailand
- Helene Fischer


Erfahren Sie mehr über unser Engagement im Sport

WIN! unterstützt den Charity-Verein Hand ind Hand for Children e.V.

Harry Wijnvoord inspiziert vor ort den Druck des WIN! Magazins
 
 
Copyright Win-Magazin.com