Der Arbeitsprozess von der unberührten Papierrolle bis zum fertigen Magazin ist seit Johannes Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks um ein Vielfaches komplizierter, aber dafür auch schneller geworden: Alle Texte, Bilder und Anzeigen werden nach mehreren Korrekturgängen in digitaler Version zur Druckerei gesendet. Diese wandelt die Dateien in eine hoch aufgelöste Form für den Druck um. Nun können Redaktion und Druckerei zum letzten Mal nach Fehlern schauen. Für große Veränderungen ist jetzt aber keine Zeit mehr. In diesem Stadium dürfen nur noch verrutschte Bilder oder falsche Farben korrigiert werden. Die Redaktion erteilt daraufhin eine Freigabe, und die Druckerei beginnt mit der Plattenbelichtung. Die weißen Papierrollen werden nun eingespannt. In einer hausgroßen Maschine laufen die Papierrollen von unten nach oben, rechts und links, schlagen Loopings und kreuzen sich. Hier wird zuerst Schwarz, dann Blau, dann Rot und zum Schluss Gelb gedruckt. Diese Wunder-Maschine druckt, trocknet, kühlt und schneidet nacheinander.
Die bunten Falzbogen werden auf dem Fließband abtransportiert. Die geschulten Augen der Mitarbeiter sehen hier sofort, wenn sich ein Fehler einschleicht. Bei Harrys Besuch gelangte zum Beispiel eine Papierfaser auf eine Walze und verursachte einen störenden Streifen. Die Papierfaser wurde entfernt und weiter ging’s!
Bei den Unmengen von Papier kommt Herrn Wijnvoord gleich der Umweltschutz in den Sinn, doch Thomas Hahn, der Vertriebsleiter, beruhigt: „Das Druckgewerbe hatte in der Vergangenheit aus ökologischer Sicht nicht den besten Ruf, doch das hat sich grundlegend verändert! Die apm AG zeigt, wie man durch den Einsatz von modernsten Druckmaschinen und fast lösungsmittelfreien Farben auch in dieser Branche von Umweltschutz sprechen kann!“
Große Maschinen produzieren üblicherweise überschüssige Wärme, die meist ungenutzt verloren geht. Die apm AG beheizt stattdessen mit der Restwärme die Arbeitshalle sowie die angrenzende Schule.
Das Papier stammt ausnahmslos aus nachhaltiger Holzwirtschaft und schonend bewirtschafteten Wäldern. Fichten- und Kiefernholz eignen sich aufgrund der langen Fasern, außerdem wachsen diese Bäume schnell wieder nach.
Die während der Produktion entstandenen Abfälle werden alle penibel getrennt und in den Recyclingkreislauf integriert.
Nach dem Rundgang durch die Druckerei konnte Harry Wijnvoord sich vielleicht nicht mehr an alle technischen Daten und Zahlen erinnern, doch eines weiß er ganz genau: Sein Titelbild kann hier guten Gewissens gedruckt werden!